Meine Raucherkarriere
Ich kenne die Schattenseiten.
- Ich, 5 Jahre: Ich habe es nie gesehen, aber meine Mutter hat geraucht. Ihre Zigaretten zogen mich magisch an. Es roch irgendwie besonders...
- 10 Jahre: ich habe mir einige Zigaretten geklaut und mit Kumpels hinter der Scheune geraucht. Es ging darum, verbotenes zu tun, Grenzen zu testen. Zuerst war es furchtbar, aber man gewöhnt sich daran.
- 18 Jahre: Als Soldat war es die Langeweile. Und das Gefühl, ich gehöre dazu.
- 20 Jahre: Studium an einer Ingenieurschule. Ich habe Pfeife geraucht. Wahrscheinlich brauchte ich das Gefühl von persönlichem Stil - einer eigenen Identität.
- 25 Jahre: Studium an einer Uni. Gleichzeitig Familie gründen und Geld verdienen. Nachts lernen. Rauchen zur Stressregulation - kleine Auszeit, Belohnung und Entspannung zugleich. Jeden Tag eine Schachtel. Erste psychosomatische Beschwerden: ich wurde wetterfühlig.
- 35 Jahre: Zweiter Geschäftsführer eines großen Unternehmens. Mobbing, Stress, Überforderung. Freizeit: Bassgitarrist mit bis zu 4x Auftritten Woche. Bis 2 Schachteln pro Tag - wieder Auszeit, Belohnung, Entspannung. Aus Wetterfühligkeit wurden Kopfschmerzen und Migräne-Attacken.
Ich habe gehustet, gestunken wie ein Aschenbecher, hatte gelbe Raucherfinger. An manchen Tagen haben die Hände gezittert. Ich habe immer wieder versucht, aufzuhören. War verzweifelt, hoffnungslos und habe mich geschämt. - Irgendwann - am Ende einer schlaflosen und durchhusteten Nacht - habe mich gezwungen, aufzuhören. Keine Hilfe, keine Anleitung, reine Willenskraft.
Rauchen: 0
Rauchen diente der Emotionsregulation
Jahre später:
Meine Psyche hatte sich als flexibel erwiesen und umgestellt auf Gummibärchen und Gelee-Bananen. Immer noch als kleine Auszeit/Belohnung/Entspannung.
Die Folge: 30 kg zugenommen. Ich habe nicht mehr gehustet und gestunken, aber alle weiteren Beschwerden blieben. Zusätzlich litt ich unter einer Hauterkrankung. Blutdruck jenseits von Gut und Böse.
Dann kam die Diagnose einer Autoimmunerkrankung.
Ich zeige Ihnen die Abkürzung.
Rettung kam mit Hypnose
Durch Zufall kam ich in Kontakt mit Hypnose. Ich begann Ursachen zu erkennen und Probleme aufzuarbeiten. Blockaden lösten sich. Auch lernte ich, meine Emotionen zu regulieren. Die Psyche kam zur Ruhe - der Körper heilte. Zigaretten, Gummibärchen waren plötzlich nicht mehr notwendig. Heute genieße ich das Leben, fühle mich gesund und helfe Menschen, IHREN Ausweg zu finden. Rechtzeitig. Rauchen ist für mich nur noch eine blasse Erinnerung. Nur manchmal - wenn ich Tabak rieche - kommt die Erinnerung an die Zigaretten meiner Mutter. Und ein diffuses positives Gefühl.
Aber Eines hat sich geändert: der Impuls zum Rauchen fehlt. Ich werde NIE WIEDER RAUCHEN!